Was bewegt diese Menschen?
Getrieben von dieser Frage möchte ich ihnen Raum geben, über sich selber zu sprechen. Ich frage nach ihrer Identität und ihren Träumen.
Wenn man so fragt und zuhört, hat jeder Mensch eine interessante Geschichte zu erzählen. Die Fragen berühren und führen ins innere Empfinden, ohne zu bedrängen. Sie regen zum Nachspüren und Erinnern an. Wir erfahren Wesentliches, Essentielles und mitunter sogar Existentielles und erhalten einen Einblick in eine andere Gedankenwelt. Jede Stimme bewahrt eine eigene Welt.
Das macht das Interview zu einer erkenntnisgewinnenden Methode. Oral history als subjektive Methode der Wissensgewinnung.






nach_leuchten ist eine Serie von Fotografien, die 2024 im Bergdorf Rasa im Tessin entstanden sind. Sie zeigen Blüten vor dunklem Hintergrund, aufgenommen in unterschiedlichen Stadien des Verblühens und Verwelkens.
In ihrer stillen, fast meditativen Präsenz verkörpern sie den Kreislauf von Entstehen und Vergehen. Durch Licht, Perspektive und Schärfentiefe entstehen Bilder von großer formaler Klarheit und zugleich poetischer Auflösung.
In diesem Wechsel von Präzision und Verschwinden wird die Vergänglichkeit selbst zum Motiv – als Bewegung zwischen Sichtbarkeit und Auflösung, zwischen Sein und Entschwinden.
nach_leuchten verweist auf das, was bleibt, wenn etwas schon vergangen ist – die Spur, eines Lebens, ein Augenblick, der Licht hinterlässt.
Jede Blüte scheint im Moment des Verschwindens aufzuleuchten, als wollte sie noch einmal festgehalten werden.
















Verfallenes, Kaputtes, Zerbrochenes. Spinnweben, Staub und Dreck…
Was ist hier geschehen? Warum wurde dieser Ort sich selbst überlassen?
Die Fotografien erzählen Geschichten von Vergänglichkeit und Erinnerung. Sie lassen uns innehalten und fragen: Haben wir hier einmal gelebt? Oder lebt dieser Ort noch in uns? Denn Orte sind mehr als nur Räume – sie prägen uns, formen uns, hinterlassen Spuren in unserem Inneren. Selbst wenn wir sie verlassen haben, tragen wir sie mit uns.
Das Konzept von „Zuhause“ ist nicht greifbar, nicht an vier Wände gebunden. Es ist ein Gefühl, das uns verfolgt – egal, wohin wir gehen.
Die Fotos scheinen eine Antwort auf die Frage „Was bleibt?“ in sich zu tragen. Sie wirken wie aus einer anderen Welt, beunruhigend und gleichzeitig doch vertraut. Man ahnt, was war und fragt sich, was kommen wird.






















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